Elternseminar

Elternseminar

Erziehungsseminare für Eltern
© Foto: goettlicherfotografieren.de / Anette Mayerhofer
Förderung der Erziehungsziele
Das Elternseminar "Mache ich in der Erziehung alles richtig?" zeigt Möglichkeiten auf, mit denen Eltern sich in schwierigen Situationen durchsetzen können und gleichzeitig die Erziehungsziele fördern.

Mache ich in der Erziehung alles richtig?


Diese Frage stellen sich verantwortungsbewusste Eltern immer wieder. Auf der einen Seite möchte man seinem Kind ein möglichst sorgenfreies Aufwachsen ermöglichen, andererseits wird es permanent mit der „harten Welt da draußen“ konfrontiert. Auch die ständige Gradwanderung zwischen mehr Freiheiten und strikten Verboten bringt so manche Herausforderung - nicht nur für junge Eltern.

An drei Abenden (jeweils 2 Stunden) werden den Eltern Erziehungsgrundsätze vorgestellt, die sich - unabhängig vom Alter des Kindes - positiv auf die Kommunikation zwischen Eltern und Kind auswirken. Zudem werden Möglichkeiten diskutiert, wie Eltern durch konkrete Absprachen ihrem Kind gezielt „Freiräume“ schaffen, damit sich das Selbstbewusstsein des Kindes entwickeln kann.

Ein dritter Schwerpunkt ist das Lernen. Neueste Informationen aus der Gehirnforschung zeigen, wie Kinder den Lernstoff der Schule einfacher und effizienter aufnehmen. Hierzu erhalten die Eltern zahlreiche Tipps, wie Kinder ihr Wissen spielerisch und mit Spaß erweitern.

Die Ziele der WSD-Pädagogik

Die Kinder sollen ihre individuellen Ressourcen (Veranlagung) bestmöglich entfalten können. Ihr Selbstwertgefühl soll gezielt gefördert werden, damit sie ein gutes Selbstbewusstsein entwickeln können. Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen müssen gelernt werden, damit Kinder sich trauen, Herausforderungen anzunehmen und durch Kreativität geeignete Lösungsansätze finden. Im Umgang mit anderen Menschen sollen Höflichkeit, Achtung und faires Miteinander im Vordergrund stehen.

Alle genannten Eigenschaften sind notwendig, um die besonderen Anforderungen im heutigen und zukünftigen Erwachsenenleben erfolgreich zu bewältigen.

Weshalb viele „alte“ Erziehungsmethoden nicht mehr zeitgemäß sind

Nahezu alle sogenannten „alten“ Erziehungsmethoden lassen sich in zwei Kategorien einordnen: dem „autoritären“ Erziehungsstil oder dem „nachgiebigen“ Erziehungsstil („Laissez-faire“).

Bei einem autoritären Erziehungsstil - nicht zu verwechseln mit der natürlichen Autorität der Eltern - dominieren Zurechtweisungen und Strafen. Damit erreichen Eltern sicherlich - zumindest solange die Kinder noch klein sind - eine schnelle Wirkung; d. h. das Kind ordnet sich recht schnell dem Willen der Eltern unter. Wenn Zurechtweisungen und Strafen dominieren, empfinden Kinder dies als eine Form von Gewalt und können kein Selbstwertgefühl aufbauen. Auch im Erwachsenenleben werden sie sich nicht durchsetzen können. Letztendlich werden sie zum „Opfer-Typ“ erzogen.

Wenn Eltern häufig den Wünschen ihrer Kinder nachgeben, hat dies ebenfalls negative Folgen. Das Kind lernt weder Grenzen noch Verzicht. Es wird immer anspruchsvoller und zeigt spätestens als Jugendlicher keine Kooperationsbereitschaft. Kinder brauchen – immer altersgemäß gesetzte – Grenzen, um ihre Ressourcen entfalten zu können. Auch das frühzeitige Lernen, auf spontane Wünsche zu verzichten, ist eine wichtige Fähigkeit, damit sich Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen entwickeln können!

Das WSD-Elternseminar zeigt u. a. grundsätzliche Möglichkeiten auf, mit denen Eltern sich in schwierigen Situationen durchsetzen können und gleichzeitig die Erziehungsziele fördern.